Alles, was an einem Auto, Motorrad oder anderem Kfz vom serienmäßigen Zustand abweicht, fällt unter das Thema “Tuning” bzw. “Umbauten”. Während es viele Möglichkeiten gibt, Kfz legal an deine individuellen Wünsche und Vorstellungen anzupassen, sind einige Dinge meldepflichtig oder sogar verboten. Bei Smile findest du einen kompakten Überblick darüber, was du beachten musst und wo du dich am besten informieren kannst. So hast du nicht nur Spaß mit deinem Fahrzeug, sondern auch keine Probleme mit deiner Versicherung oder den Behörden. 😊🛡️
Was bedeutet Autotuning? 🔧
Kfz-Umbauten sind Änderungen von Bauteilen, durch die es anschließend vom serienmäßigen Zustand abweicht. Darunter fallen besonders Bauteile, die im ursprünglichen Genehmigungsdokument (also dem Typenschein oder einem Einzelgenehmigungsdokument) nicht für diesen Fahrzeugtyp vorgesehen sind. Das können beispielsweise Änderungen am Fahrwerk, an der Rad-Reifenkombination und verschiedenen Anbauteilen sein. 🔍📃
In Österreich ist gesetzlich vorgeschrieben, dass jede Änderung am Fahrzeug (mit wenigen Ausnahmen) bei der zuständigen Landesregierung zu melden ist. Dabei sind vor allem die Punkte Betriebssicherheit, Fahrverhalten des Kfz und Freigabe des Herstellers oder einer Prüfstelle entscheidend, ob die Änderungen zugelassen werden oder nicht. 🏛️✔️
Eintragungsfrei, eintragungspflichtig oder verboten: Was ist was beim Autotuning? 📋
Ob Fahrzeugumbauten verboten, zulässig oderprüfungspflichtig sind, wird rechtlich geregelt:
- Eintragungspflichtig ist der Regelfall. Wenn nichts anderes zutrifft, muss jede Änderung am Fahrzeug gemeldet und in das Genehmigungsdokument eingetragen werden.
- Eintragungsfrei sind nur wenige Umbauten. Darunter fallen beispielsweise Auspuffanlagen mit passender EG-Betriebserlaubnis.
- Verboten ist Tuning immer, wenn es weder eintragungsfrei noch eingetragen ist. Zusätzlich können Änderungen nicht eingetragen werden, wenn sie die Verkehrssicherheit gefährden oder zu kritischen Zuständen im Fahrverhalten führen. 🚫🚦
Welche Umbauten und Modifikationen eines Kfz sind erlaubt?
Damit du dich schnell orientieren kannst, haben wir für dich ein paar Infos gesammelt, was du beim Umbau verschiedener Fahrzeugteile rechtlich beachten solltest.
Motor und Leistung 🔥
Nicht eingetragen werden müssen Teile, die mit den exakt selben Teilen getauscht werden. Verwendest du beispielsweise einen identischen Motor mit derselben Type und dem gleichen Motorcode, muss das nicht eingetragen werden. Es kann jedoch sein, dass die neue Motornummer vermerkt werden muss. Alle anderen Änderungen müssen in den meisten Fällen eingetragen werden.
Eine Ausnahme kann es darstellen, wenn die Leistung des Autos im Rahmen von bis zu ±5% verringert oder gesteigert wird. 📈
Fahrwerk, Reifen und Felgen 🛞
Da sich das Fahrwerk und die Räder eines Fahrzeugs sehr stark auf die Sicherheit auswirken, gelten hier besonders strenge Auflagen. Alle Veränderungen am Fahrwerk, zum Beispiel für eine Tieferlegung des Kfz, müssen geprüft und eingetragen werden – es sei denn, es liegt bereits eine ECE-Prüfung oder Typengenehmigung vor. Beachte außerdem, dass die Mindestbodenfreiheiten für starre und bewegliche Teile stets bei der maximal zulässigen Achslast gemessen wird – das bedeutet, dass das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Messung das höchstmögliche Gewicht haben muss. ⚠️
Bei den Reifen und Felgen und deren Kombination mit anderen Bauteilen gibt es bei vielen Fahrzeugen eine Auswahl an eintragungsfreien Möglichkeiten. Diese sind im Typenschein vermerkt, manchmal sogar mit Skizzen über verschiedene Felgen-Designs und Co. – alles andere ist eintragungspflichtig.
Beleuchtung und Karosserie 💡
Bei der Beleuchtung sind die Vorschriften weniger streng. Hier müssen das E-Prüfzeichen und die Genehmigung für den Fahrzeugtyp vorhanden sein und alle Vorschriften zum Einbau müssen eingehalten werden, dann steht der eintragungsfreien Verwendung nichts im Wege.
Vor allem bei älteren Modellen kann jedoch relevant sein, dass Xenon-Scheinwerfer nur verwendet werden dürfen, wenn das Kfz über eine automatische Leuchtweitenregulierung und eine Waschanlage verfügt. 🔦
Bei Modifikationen an der Karosserie sind besonders Spoiler, Stoßstangen oder Seitenschweller beliebt, doch die Bandbreite reicht von kleinen Veränderungen bis hin zu aufwändigen Tuning mit Bodykits, die die Form des Fahrzeugs deutlich verändern. In jedem Fall gilt: Nicht-serienmäßige Karosserie-Modifikationen benötigen ein ECE-Prüfzeichen sowie eine Typengenehmigung, oder müssen mittels einer Einzelgenehmigung eingetragen werden. Werden die Maße des Fahrzeugs verändert, beispielsweise durch einen neuen Spoiler, der höher oder breiter ist als das Fahrzeug, müssen die neuen Maße zusätzlich im Genehmigungsdokument angepasst werden. 📐
Verglasung und Zubehör 🪟
Häufig sieht man Fahrzeuge, an deren Glasscheiben Sticker oder Folien angebracht sind. Dabei handelt es sich um einen Graubereich, denn an der Frontscheibe und den vorderen Seitenscheiben darf nichts aufgeklebt werden, was über die behördlich vorgeschriebenen Plaketten – also das “Pickerl” und ggf. die Vignette – hinausgeht. Am gesamten Fahrzeug gilt, dass die Fläche der zusammenhängenden Aufkleber oder Folien nicht über 10% der Gesamtflächeausmachen darf. 📊
Tönungsfolien müssen über ein erkennbares Genehmigungszeichen verfügen, ansonsten benötigen diese eine Einzelgenehmigung. Auf den vorderen Seitenscheiben sind Folien nur erlaubt, wenn sie nachgewiesenermaßen medizinisch notwendig sind. Auf der Windschutzscheibe sind alle Arten von Folien nicht zulässig. 😎
Wie wirkt sich Tuning auf den Versicherungsschutz aus?🛡️
Neben möglichen Strafen riskierst du mit nicht eingetragenem Kfz-Tuning auch Probleme mit deiner Versicherung. So kann es passieren, dass du den Versicherungsschutz verlierst, wenn das Fahrzeug nach Abschluss der Versicherung umgebaut wurde. Kommt es zu einem Unfall mit nicht eingetragenen Änderungen am Kfz, kann die Versicherung eine Regressforderung stellen, bei der bis zu 11.000€ an die Versicherung zurückgezahlt werden müssen. Werden am Motor Leistungssteigerungen durchgeführt, muss das ebenfalls eingetragen und der Versicherung mitgeteilt werden. Außerdem können die höheren PS-Zahlen dazu führen, dass eine höhere Versicherungsprämie fällig ist. 💸
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